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Wissenswertes zum Thema Vorsorge



07.07.2015

Kein Monat ohne Naturkatastrophen


 

Eine Untersuchung zeigt, welche Naturereignisse die meisten Schäden hierzulande anrichten und wann.

 

Ein Versicherer hat Schäden aus den letzten 15 Jahren, die durch Naturereignisse verursacht wurden, analysiert. Die schadenträchtigsten Monate sind demnach Juli, Juni und Jänner. Die geringsten Schäden gibt es im Dezember, April und September. Die große Mehrheit der Schadenfälle – knapp mehr als die Hälfte – wurde von Stürmen verursacht, die übrigen verteilen sich ziemlich gleichmäßig auf Hochwasser, Hagel und Schnee.

 

 

Naturereignisse haben in Österreich seit dem Jahr 2000 rund vier Millionen versicherte Schäden verursacht – umgerechnet 800 pro Tag, wie ein Versicherer berichtet, der seinen eigenen Schadensbestand der letzten 15 Jahre im Umfang von rund 360.000 Schäden analysierte. Durchschnittlich sei jedes Gebäude in Österreich ein bis zwei Mal von einer Naturkatastrophe betroffen gewesen, so der Versicherer.

 

Die „J“-Monate sind die gefährlichsten

 

 

Ein weiteres Ergebnis der Analyse des Datenmaterials ist, dass im Juli die meisten Schäden auftreten, nämlich 17,3 Prozent. Der zweitschadenreichste Monat ist der Juni mit 13,6 Prozent. Danach folgt der oftmals stürmische Jänner mit 15,6 Prozent. Die dominierenden „Schadenquellen“ sind im Juli Sturm und Hagel. Im Juni teilen sich Sturm, Hagel und Hochwasser als Verursacher beinahe zu gleichen Teilen das Schadenaufkommen.

 

Im August sinkt das Schadenrisiko laut Statistik wieder, liegt mit 11,5 Prozent aber immer noch relativ hoch; auch im achten Monat des Jahres sind Hochwasser und Sturm, gefolgt von Hagel, die bedeutendsten Schadenarten.

 

Der Monat mit den wenigsten Schadenfällen ist der Dezember: Zum Jahresende ereignen sich nur knapp zweieinhalb Prozent der Schäden, für die überwiegend Stürme verantwortlich sind. Ähnlich niedrig ist die Zahl der Schadenfälle im April und September mit jeweils circa 2,7 Prozent.

 

Mehr als die Hälfte der Schäden entfällt auf Stürme

 

 

Kategorisiert man die durch Naturereignisse bedingten Schäden nicht nach Monaten, sondern nach Schadenarten, so stechen Stürme als Schadenquelle Nummer eins hervor. Sie vereinen mit 52,9 Prozent die „absolute Mehrheit“ der Schäden auf sich. Alle anderen Schadenarten folgen mit deutlichem Abstand. An zweiter Stelle liegt Hagel mit 16,3 Prozent. Hagelschäden treten vor allem im Juli mit 46,1 Prozent aller Hagelschäden im Jahr und im Juni mit 25,3 Prozent auf.

 

An dritter Stelle folgt Hochwasser. Dieses ist für 15,6 Prozent aller Schäden im Jahresverlauf verantwortlich. Besonders betroffen sind der August mit 27,1 Prozent aller Hochwasserschäden im Jahr und der Juni mit 26,6 Prozent. Vierthäufigster Verursacher von Schäden ist hierzulande Schnee(druck) mit 14,4 Prozent. Entsprechende Schäden treten hauptsächlich im Februar und März auf.

 

Andere Schadenarten spielen mit weniger als einem Prozent eine kleinere Rolle. Aufgrund der geographischen Lage Österreichs und der damit verbundenen Wetterverhältnisse seien Naturgefahrenrisiken in keinem Monat ausgeschlossen – die Gefährdung durch zumindest ein Wetterextrem bestehe immer, so die Studienautoren.

 

Steigende Gefahr

 

 

Für die Zukunft prognostiziert eine andere aktuelle Studie, die im Auftrag des Umweltministeriums und des Klima- und Energiefonds an der Universität Graz erstellt wurde, zudem einen starken Anstieg der Schäden durch den Klimawandel. Während aktuell die Kosten für klimatisch bedingte Schäden rund eine Milliarde Euro pro Jahr betragen, gehen die Forscher, die für die Studie zuständig waren, davon aus, dass sich der Schadensaufwand bis zum Jahr 2050 auf bis zu 8,8 Milliarden Euro pro Jahr erhöhen wird.

 

Viele Versicherer bieten entsprechende Polizzen an, damit jeder sein Hab und Gut gegen Naturkatastrophen absichern kann. Beispielsweise sind Schäden durch Sturm und Hagel, Schneedruck, Steinschlag und Erdrutsch normalerweise standardmäßig in einer Gebäude-, Eigenheim- und/oder Haushalts-Polizze versichert.

 

Weitere Schäden durch Naturereignisse wie Starkregen, Schmelz- und Hochwasser, Überschwemmungen, Muren, Erdbeben und Lawinen lassen sich meist gegen einen Prämienaufschlag mitversichern. Schäden am Auto, die durch Hagel, Blitz, Überschwemmung oder Sturm verursacht werden, lassen sich durch eine Teilkaskoversicherung (Elementarkasko), die übrigens auch automatisch in der Vollkaskoversicherung enthalten ist, absichern.